Wie Sie die Krankenversicherungsbeiträge Ihrer Kinder absetzen

Sind Sie für ein Kind unterhaltspflichtig und steht Ihnen (zumindest rechnerisch) ein Teil vom Kindergeld zu, können Sie Krankenversicherungsbei¬träge dieses Kindes als Sonderausgabe absetzen. Das gilt sogar dann, wenn Sie diese Versicherungsbeiträge gar nicht bezahlt haben (sondern z. B. das Kind selbst oder der andere Elternteil). Die Regelung betrifft vor allem Eltern von privat versicherten Kindern sowie Kindern in Ausbildung.
Die OFD Magdeburg hat dazu im Detail ausgeführt: (Verfügung v. 03.11.11, S 2221 – 118 – St 224)

• Die Beiträge können insgesamt nur einmal steuerlich geltend gemacht werden. Also entweder beim Vater ODER bei der Mutter ODER beim Kind.

• Der Abzug der Beiträge darf nach nachvollziehbaren Kriterien zwischen Eltern und Kind aufgeteilt werden.

• Für den Sonderausgabenabzug kommt es nicht darauf an, ob die Eltern tatsächlich die Versicherungsbeiträge bezahlt haben. Es ist ausreichend, wenn die Eltern ihre Unterhaltsverpflichtung durch Unterhalt und Verpflegung erfüllt haben.

• Eigene Einkünfte des Kindes kürzen nicht den Sonderausgabenabzug.

Herzliche Grüße,
Dipl.-Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Gauting

Wann rechnen sich Miet-Immobilien?

Viele berechnen die Rendite bei der Investition in eine Mietimmobilie, indem sie die Kaltmiete dividieren durch die Anschaffungskosten. Wer also beispielsweise für eine halbe Million ein Mietshaus mit 30.000 Euro Jahresnetto¬miete kauft, der wird auf sechs Prozent Rendite kommen, denn 3.000 geteilt durch 500.000 = 0,06 bzw. sechs Prozent. Richtig wäre es allerdings, die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital zu berechnen.
Unterstellen wir also in unserem Beispiel, dass der Vermieter von der Bank 450.000 Euro Kredit zu einem Zinssatz von 3,5 Prozent bekommen hat. Er zahlt darauf also 15.750 Euro Zinsen. Zieht man das von der Miete in Höhe von 30.000 Euro ab, bleiben 14.250 Euro Ertrag. Bezieht man diesen Ertrag nun auf das eingesetzte Eigenkapital (500.000 – 450.000 = 50.000), so ergibt sich eine stolze Rendite von 29 Prozent.

Das ist auch der Grund, weshalb es sich lohnen kann, das Risiko einer Immobilieninvestition – das gemeinhin unterschätzt wird – dennoch auf sich zu nehmen. Denn man ist hier oft – anders als bei Aktien – in der Lage, einen Großteil der Investition fremdzufinanzieren. Und man kann bei den derzeit niedrigen Zinsen sehr hohe Eigenkapitalrenditen erzielen

Herzliche Grüße,
Dipl.-Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Gauting