Grunderwerbssteuer auf Rekordkurs

Im Jahre 2006 wurde die Grunderwerbssteuer zur Ländersache erklärt. Zunächst befürchtete man einen Steuerwettbewerb nach unten – das Gegenteil ist eingetreten.

Als erstes hatte Berlin den Satz auf 4,5 Prozent erhöht. Viele Länder zogen nach, dann kamen die ersten mit fünf Prozent, inzwischen ist das Saarland mit 5,5 Prozent der Spitzenreiter. Ab 2014 wird diese Spitzenrolle Schleswig-Holstein übernehmen mit sage und schreibe 6,5 Prozent Grunderwerbssteuer. Die einzigen Bundesländer, die den alten Steuersatz von 3,5 Prozent bis jetzt beibehalten haben, sind die Freistaaten Bayern und Sachsen.

Übrigens: Es gab schon einmal einen bundeseinheitlichen Grunderwerbssteuersatz von sieben Prozent bis Anfang der 80er-Jahre, damals waren aber Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen steuerbefreit. An eine solche Steuerbefreiung denkt der schleswig-holsteinische Ministerpräsident natürlich nicht.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Gauting